DAX-Ausblick: Wichtige Markttreiber haben an Kraft verloren

Veröffentlicht am 11.05.2016 um 16:46 Uhr

Der deutsche Aktienmarkt hat zuletzt deutlich korrigiert. Seit dem Zwischenhoch im April hat er rund 5% eingebüßt. Und dafür gibt es gute Gründe, die auch eine erneute Aufwärtsbewegung kurz- und mittelfristig unwahrscheinlich erscheinen lassen. Denn der Aktienmarkt bekommt zunehmend Gegenwind von Kräften, die vor allem im vergangenen Jahr noch wichtige Stützen waren. So wirkten die Schwäche des Euros, der Ölpreisrückgang und Zinssenkungen der EZB bis vor kurzem noch positiv auf die Konjunktur und die Entwicklung der Unternehmensgewinne. Diese Impulse haben jedoch nachgelassen bzw. sich sogar zu einer Belastung für den deutschen Aktienmarkt und die Geschäftsergebnisse der Unternehmen entwickelt. Das gilt insbesondere für die jüngste Aufwertung des Euros. Während viele Unternehmen im vergangenen Jahr zusätzliche Umsätze und Erträge durch den schwachen Euro erzielten, zeigen bereits die Berichte der Unternehmen zum ersten Quartal des laufenden Jahres, dass der deutliche Anstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar seit November letzten Jahres negative Auswirkungen auf die Umsätze und Gewinne vieler Unternehmen hat. So erhält ein Unternehmen für einen in US-Dollar abgerechneten Auftrag oder ein verkauftes Produkt bei gleichen Preisen im Ausland nach der Umrechnung in Euro deutlich weniger als noch vor einigen Monaten. Mit dem zuletzt beschleunigten Anstieg auf ca. 1,15 EUR/USD dürfte sich diese Belastung im zweiten Quartal für viele exportorientierte Unternehmen verschärfen und deren Gewinne belasten. Und da die Unternehmensgewinne ein wichtiger Faktor für die Aktienkursentwicklungen sind, ist der Anstieg des Euros kein gutes Vorzeichen für die weitere Marktentwicklung.



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