Hochzinsanleihen – eine Alternative im Nullzinsumfeld?

Veröffentlicht am 07.08.2016 um 15:05 Uhr

Der Zins für sichere Geldanlagen liegt aktuell bestenfalls bei Null – häufig schon im negativen Bereich. Derzeit ist keine wesentliche Verbesserung für Anleger zu erwarten. Deshalb geraten alle Anlagen in den Fokus, die überhaupt noch einen respektablen Zinssatz abwerfen – so auch Hochzinsanleihen. Am Kapitalmarkt sind diese Anleihen vor allem unter dem englischen Begriff High Yield bekannt. Sie sind eine Quelle für attraktive Zinserträge. Der Anleger sollte dabei aber wissen, in was er investiert. Der Preis für den Zinsaufschlag gegenüber sicheren Geldanlagen birgt nämlich auch ein gewisses Risiko.

Schwächere Schuldner bieten Zinsaufschlag

High Yield Anleihen sind Anleihen von Schuldnern mit schwacher Kreditqualität (Bonität), die dafür einen relativ hohen Zins bieten. Die Kreditqualität kommt durch das Rating zum Ausdruck. Bei der Ratingagentur S&P gelten alle Anleihen mit einem Rating von BB+ und schlechter als High Yield. Üblicherweise handelt sich bei den Emittenten (Schuldnern) dieser Anleihen um Unternehmen und Staaten mit hoher Verschuldung bzw. Unternehmen mit schwacher Profitabilität oder Staaten mit ausgeprägten Haushaltsdefiziten. Das damit einhergehende gesteigerte Risiko eines Zahlungsausfalls soll durch einen höheren Zinssatz für den Anleger ausgeglichen bzw. überkompensiert werden. High Yield-Anleihen unterliegen üblicherweise ausgeprägteren Schwankungen als Anleihen bester Qualität. Diese aber werfen aktuell gar keine Zinsen ab oder weisen sogar negative Renditen auf.

Streuung und gezielte Auswahl sind unerlässlich

Ein Vorteil von Hochzinsanleihen ist derzeit, dass diese Anleihen im Rahmen des Anleihekaufprogramms der EZB nicht von dieser gekauft werden. Dadurch wird der Zinssatz auch nicht durch die direkte künstliche Nachfrage der Notenbank beeinflusst, wie es bei vielen Anleihen der Fall ist. Natürlich ist mit dem gefallenen Zinsniveau auch die Verzinsung von Hochzinsanleihen zurückgegangen. Aber eine Verzinsung von 3-4% pro Jahr ist derzeit eine realistische Erwartung bei dieser Anlageklasse. Damit sind High Yield-Anleihen eine interessante Beimischung in der Nullzinswelt. Für den Umgang mit dem Risiko dieser Anlageklasse empfiehlt sich eine Streuung des Investments über verschiedene Schuldner und eine gezielte Auswahl der Anleihen. Durch die Streuung wiegt ein möglicher Ausfall einer Anleihe nicht so schwer. Bei der gezielten Auswahl sollte geprüft werden, ob der Zins in einem attraktiven Verhältnis zum Risiko steht. Für Anleger die diesen Aufwand scheuen oder denen die Expertise dafür fehlt, bieten sich Fonds an, die professionell in Hochzinsanleihen investieren und sowohl eine Streuung als auch eine gezielte Auswahl der Schuldner vornehmen. Wir haben deshalb eine Favoritenliste mit High Yield-Fonds zusammengestellt, die bisher ein überdurchschnittliches Rendite-Risikoprofil unter Beweis gestellt haben.



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