Stehen die Schwellenländer vor einem Comeback?

Veröffentlicht am 22.04.2016 um 17:03 Uhr

Von vielen Anlegern weitgehend unbemerkt haben die Börsen der Schwellenländer seit Mitte Februar eine erfreuliche Entwicklung verzeichnet. So konnte der MSCI Emerging Markets Index (in Euro) in wenigen Wochen um beachtliche 20% zulegen. Zuvor hatten Investoren in den Schwellenländern jedoch eine lange Leidenszeit hinter sich. Seit Ende April 2015 verlor der Index auf Euro-Basis gut einen Viertel seines Wertes. Die Wertentwicklung der letzten fünf Jahre liegt nahe Null.  Ist diese Leidenszeit nun vorüber?

Vordergründig erscheint es nicht so: Die negativen Nachrichten aus wichtigen Schwellenländer rissen zuletzt nicht ab: Wachstumsverlangsamung in China – das Land wies in 2015 das geringste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren auf und die Dynamik war zuletzt weiter nachlassend, Russland und Brasilien befinden sich nach wie vor in der Rezession. Beide Länder leiden unter dem Verfall des Ölpreises, Brasilien kämpft zudem mit einer schweren politischen Krise. Insgesamt wurden die Schwellenländer vom Verfall der Öl- und Rohstoffpreise wirtschaftlich stark getroffen, da sich unter diesen viele Rohstoffexporteure befinden. Ein weiteres Risiko stellte für viele Investoren die US-Geldpolitik dar. Im Falle zügiger Zinsanhebungen wurden hohe Kapitalabzüge aus den Schwellenländern befürchtet. Es gibt also gute Gründe zurückhaltend bei Schwellenländern-Investments zu sein.

Doch wenn die Aussichten am finstersten sind, hat sich dies an der Börse rückblickend oft als ein guter Einstiegszeitpunkt herausgestellt. Auch jetzt scheinen die ersten mutigen Anleger zurückgekehrt zu sein. Sie begreifen den Rückgang als antizyklische Chance für ein Investment. Und tatsächlich hat sich das Bild etwas aufgehellt: Bei den Rohstoffpreisen war in den letzten Wochen eine Erholung zu verzeichnen und die Sorge um einen schnellen Zinsanstieg in den USA hat abgenommen. Durch den langanhaltenden und starken Rückgang scheint viel Negatives in den Kursen enthalten zu sein. Zudem weisen Schwellenländer grundsätzlich ein höheres Wachstumspotenzial als die meisten Industrieländer auf, da sie teilweise eine günstigere demographische Struktur aufweisen und gegenüber den Industrieländern über viel Aufholpotenzial verfügen. Nichtsdestotrotz bleiben Schwellenländer nur etwas für risikofreudige Anleger. Wir haben  nachfolgende Fonds aufgeführt, die global in Schwellenländern anlegen und bezüglich der Wertentwicklung und dem Rendite-Risikoverhältnis in den letzten drei Jahren besser als der Durchschnitt der Schwellenländer-Fonds abgeschnitten haben. Für langfristig orientierte Anleger dürfte sich ein Investment auszahlen.

Bezeichnung WKN 1 Monat 2016 (lfd. Jahr) 1 Jahr  3 Jahre p.a.  5 Jahre p.a. SharpeRatio 3 Jahre Max. Draw. 3 Jahre
MAGELLAN C 577954 8,68% -2,95% -16,01% 4,03% 2,54% 0,24 -24,90%
Comgest Growth Emerg. Markets € R acc A1JSK6 8,08% -3,14% -16,07% 4,09% 0,25 -24,43%
Amundi Equity Emerging Focus AE C A1C8QV 5,97% -1,70% -15,47% 0,99% 1,97% 0,05 -20,90%
Carmignac Emergents D € Ydis A1J0N1 5,28% -1,13% -10,97% 0,58% 0,02 -15,70%
ÖkoWorld Growing Markets 2.0 C A1J0HV 5,04% -6,69% -17,84% 3,70% 0,2  -23,79%

Wertentwicklung zum 31.03.2016

 

 

 



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