Investmentfonds

Investmentfonds (Synonym für Fonds) werden von Banken oder Investmentgesellschaften (Fondsgesellschaften) aufgelegt und investieren in verschiedenste Werte: Aktien, verzinsliche Wertpapiere (Renten), Immobilien, Geldmarktpapiere, Rohstoffe oder Derivate. Viele Fonds investieren ausschließlich oder überwiegend in einen dieser Werte (Aktienfonds, Rentenfonds etc.),  Mischfonds legen hingegen variabel in verschiedene Werte an. Das Fondsvermögen gilt als sogenanntes Sondervermögen, was dem Anleger einen besonderen Schutz gewährleistet.

Eine wichtige Unterscheidung ist die zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Die offenen Fonds können meist jederzeit ge- und verkauft werden, die geschlossenen Fonds nicht. Diese werden generell für einen bestimmten Zweck aufgelegt, mit einer festgelegten Laufzeit. Ist das Kapital investiert, erhält man es erst am Ende der Laufzeit zurück (inklusive einer möglichen Rendite). Da geschlossene Fonds den Charakter einer unternehmerischen Beteiligung haben, sind auch hohe Verluste möglich. Zudem unterscheidet sich die Rechtsform von offenen Fonds.

Zudem sollte man sich darüber im Klaren sein, ob man in einen ausschüttenden oder thesaurierenden Fonds investiert. Während der eine Erträge direkt an den Anleger weitergibt, legt der andere die erwirtschafteten Erträge wieder an – und steigert so den Wert des einzelnen Anteils.

Aktienfonds

Ein Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in Aktien anlegt, oft thematisch. Zum Beispiel in Aktien von Unternehmen eines bestimmten Landes (Deutschland, China, Norwegen), einer Region (Europa, Asien, Schwellenländer) oder einer Branche (Rohstoff-Unternehmen, Pharma, Technologie usw.). Mit einem Aktienfonds kann auch ein Index abgebildet werden, beispielsweise der Dow Jones oder der DAX, diese Form wird ETF genannt. 

Rentenfonds

Investieren ausschließlich oder überwiegend in fest oder variabel verzinsliche Wertpapiere wie Staats-, Unternehmensanleihen oder Pfandbriefe. Die Zinssätze und Laufzeiten der einzelnen Papiere können hierbei stark variieren. Auch Rentenfonds werden oft nach bestimmten Themen aufgelegt, wie Region, Länder oder einzelne Wertpapiergattungen wie z.B. Pfandbriefe. 

Mischfonds

Investieren variabel und in wechselnder Gewichtung in die gängigen Anlageformen wie Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Rohstoffe, Derivate oder auch Liquidität.

Immobilienfonds (offen)

Investieren ausschließlich oder überwiegend in (meist gewerbliche) Immobilien. Sind es Publikumsfonds (im Gegensatz zu Spezialfonds), können auch Privatanleger in diese Fonds investieren. Die offenen Immobilienfonds haben somit eine Vielzahl von Investoren – und investieren in eine Vielzahl von Objekten, die verkauft oder neu erworben werden können. 

Immobilienfonds (geschlossen)

 Wird primär aufgelegt, um ein bestimmtes Projekt zu finanzieren. Ist das Ziel-Kapital erreicht, wird der Fonds geschlossen, Ein- und Auszahlungen sind gar nicht oder nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich.
Hinweis: Fonds transparent nimmt in seine Musterportfolios ausschließlich offene Immobilienfonds auf.

Dachfonds

Ein Fonds, der (meist thematisch) in andere Fonds investiert, und somit das Risiko für Anleger noch weiter minimiert. Der bewährte Klassiker, um auch schon mit kleineren Summen von einem professionellen Fondsmanagement zu profitieren, bei maximaler Streuung der Anlage. Das Management wählt die Fonds, in die investiert wird, sorgfältig und strategisch aus.

Sondervermögen

Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen, was dem Anleger für sein investiertes Kapital eine besondere Sicherheit gibt. Denn das Fondsvermögen ist streng getrennt vom Vermögen der Investmentgesellschaft und für diese unantastbar. Dies gilt auch für eventuelle Gläubiger, sollte die Investmentgesellschaft Insolvenz anmelden: Das Anlegerkapital ist geschützt. „Sondervermögen“ ist also ein juristischer Begriff für Investmentfonds und kann synonym verwendet werden.

ETF

Diese Fonds bilden mit Ihren Anlagen die Wertentwicklung eines Indexes (z.B. Aktienindex oder Anleihen-Index) nach, beispielsweise des DAX. ETF steht für Exchange Traded Funds (börsengehandelte Fonds). Bei diesen Fonds gibt es kein Fondsmanagement, dass Anlageentscheidungen fällt.

Thesaurierende Fonds

Ein Fonds erwirtschaftet durch die Anlage in einzelne Werte in der Regel Erträge: Dividenden durch Aktien, Zinserträge durch Wertpapiere, Kursgewinne durch Verkäufe. Diese werden bei einem thesaurierenden Fonds wieder investiert, was so den Wert der einzelnen Fondsanteile erhöht. 

Ausschüttende Fonds

Bei dieser Form der Fondsanlage erhalten Sie jährlich (manchmal auch quartalsweise oder halbjährlich) eine Ausschüttung der Erträge. Die Ausschüttung ist ein Betrag je Anteil. Die Erträge bestehen aus Dividenden, Zinserträgen oder Kursgewinnen. Ausgeschüttete Erträge sind abgeltungssteuerpflichtig, die Steuer wird jedoch meist direkt von den Fondsgesellschaften für Sie abgeführt – achten Sie auf einen gültigen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank. Bei thesaurierenden Fonds müssen die Kursgewinne, sofern sie den Freistellungsauftrag übersteigen, erst bei Verkauf versteuert werden. Hier greift auch die Abgeltungssteuer zum Zeitpunkt des Verkaufs. Vorher fallen für den Anleger keine Steuern an. Deshalb ergibt sich gegenüber ausschüttenden Fonds ein positiver Effekt aus der Stundung der Steuern. 

Sharpe Ratio

Das Sharpe-Ratio ist eine Kennzahl, die den Ertrag einer Anlage, z.B. eines Fonds, ins Verhältnis zum eingegangenen stellt. Hierdurch werden Anlagen mit unterschiedlichem Risikoprofil besser vergleichbar. Für den Ertrag wird nur der Anteil (Überrendite), der über einer risikofreien Anlage (z.B. Tagesgeld) liegt, verwendet. Das Risiko wird anhand der Schwankungsbreite gemessen. Hierfür wird die Volatilität herangezogen. Diese wird mathematisch über die empirische Standardabweichung ermittelt.

Maximum Drawdown

Der Maximum Drawdown (Maximaler Rücksetzer) ist eine Risikokennzahl für Fonds, die den maximalen Verlust eines Anlegers für einen bestimmten Zeitraum angibt. Dieser bemisst sich aus Differenz von Höchststand und nachfolgenden Tiefststand. Dabei wird also unterstellt, dass der Anleger exakt zum Höchstkurs gekauft hat und den Verlust am Tief betrachtet.

Aktie

Eine Aktie ist eine unternehmerische Beteiligung. Der Aktionär hält Eigenkapital des Unternehmens: Somit stehen ihm die Gewinne des Unternehmens und der anteilige Unternehmenswert zu. Gleichzeitig trägt er damit auch das Risiko einer negativen Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus hat ein Aktionär Auskunfts- und Stimmrecht, welches er bei Beschlüssen auf Hauptversammlungen ausüben kann.  

Anleihe

Eine Anleihe ist eine standardisierte Forderung gegenüber einem Schuldner, typischerweise Staaten, Unternehmen und Banken. Eine Anleihe kann ge- und verkauft werden. Damit ist sie praktisch ein handelbarer Kredit. Der Inhaber der Anleihe erhält regelmäßig einen festgelegten Zinssatz und hat Anspruch auf Rückzahlung der Anleihe zu 100% des Anleihebetrages (Nominalwert) bei Fälligkeit.

Erfahrungen & Bewertungen zu Fonds transparent
Kontakt

Sie haben Fragen rund um Fonds transparent?

Hier bekommen Sie die Antworten: Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail.
Wir sind für Sie Mo.-Fr. von 9 bis 19 Uhr und Sa. von 10-16 Uhr telefonisch erreichbar.

Kontakt