Fondsauswahl jenseits von Performance-Daten

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Kaum ein Anleger kann sich davon frei machen, bei der Fondsauswahl die vergangene Performance heranzuziehen. Doch dies kann leicht zu Enttäuschungen führen. Auf die geringe Erfolgsquote bei der Auswahl überdurchschnittlicher Fonds auf Basis der kurzfristigen Performance wies auch kürzlich Morningstar nach Auswertung verschiedener Fondskategorien hin. Deswegen sollte bei der Betrachtung der Performance die Arbeit nicht aufhören, sondern anfangen. Grundsätzlich ist die Performance zwar ein berechtigter Ausgangspunkt für die Fondsauswahl - wesentlich für ihre Bewertung sind aber auch die Risikokennziffern, die zusammengenommen ein Gesamtbild des Rendite-Risiko-Profils für einen Fonds ergeben. Erweist sich ein Fonds auf dieser Basis als überdurchschnittlich gegenüber Vergleichsfonds, gilt es für den Anleger Kriterien abzuklopfen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine überdurchschnittliche Performance auch künftig wieder erreicht wird. Dafür sind folgende Gesichtspunkte erfolgskritisch:

 

  • Hohe Kontinuität im Management: Eine gute Performance sollte mit Stabilität im Management einhergehen. Bei einem Managerwechsel ist die vergangene Wertentwicklung möglicherweise nicht mehr aussagekräftig.
  • Incentivierung und Gebührenstruktur: Eine niedrige Fixvergütung in Kombination mit einer erfolgsabhängigen Vergütung, die bei einer angemessenen Mindestperformance greift, stellt für die Fondsgesellschaft einen hohen Anreiz dar, dem Anleger tatsächlich einen Mehrwert zu erbringen.
  • Volumen relativ zum Marktsegment: Größe allein ist kein Qualitätskriterium für einen Fonds. Das Volumen sollte zum Anlagesegment passen, so dass das Fondsmanagement genügend Anlagemöglichkeiten vorfindet, ohne selber den Markt stark zu beeinflussen.
  • Fokussierung eines Assetmanagers: Ist eine Fondsgesellschaft thematisch fokussiert oder hat sie eine Vielzahl von Strategien? Bei einer Vielzahl an Strategien verliert der einzelne Fonds für den Erfolg einer Fondsgesellschaft an Bedeutung. Thematisch fokussierte Fondsgesellschaften haben gegenüber ihrer Strategie eine höhere Verpflichtung und damit den Anreiz, maximales Engagement mitzubringen.
  • Stiltreue des Fondsmanagers: Der Fondsmanager sollte auf seinem gewohnten Spielfeld bleiben. Weicht ein Fondsmanager in neue Anlagesegmente aus, ist es unsicher, ob er dort ebenfalls überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen kann.

Die zur Bewertung dieser Faktoren notwendigen Informationen sind überwiegend für alle Anleger öffentlich in Verkaufsprospekten, Jahresberichten, Factsheets und Investorenpräsentationen verfügbar. Anlegerfreundliche Fondsgesellschaften bieten darüber hinaus Transparenz. Für eine erfolgreiche Fondsauswahl sollten Anleger Investments fundiert und systematisch auswählen - und Geduld mitbringen.



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