Renditeerwartungen bei Fondsanlagen

Die Frage nach der Rendite ist bei der Entscheidung für eine Geldanlage einer der wichtigsten Punkte. Bei Zinsanlagen ist diese einfach zu beantworten. Ein festgelegter Zinssatz wird in den Anlagebedingungen aufgeführt und gilt für die angegebene Laufzeit. Doch wie sieht es bei Fonds aus?

Bei Fonds ist die Angabe einer Rendite nicht direkt möglich, da diese üblicherweise von den Entwicklungen an den Kapitalmärkten abhängt. Doch es gibt wertvolle Orientierungshilfen, die aufzeigen, was man als Rendite bei verschiedenen Fondsanlagen erwarten darf.

Die beste Orientierung geben Übersichten über die durchschnittliche Wertentwicklung von Fonds über längere Zeiträume. Gerade bei sehr langen Zeiträumen sind gute und schlechte Phasen, also starke Einbrüche und Krisen aber auch starke Anstiege, enthalten. Der Durchschnittswert ergibt deshalb einen relativ zuverlässigen Schätzwert für das Renditepotenzial einer Fondsanlage. Hierbei muss man natürlich unterschieden, ob ein Fonds nur in Aktien anlegt, es sich um einen Mischfonds handelt, der sowohl in Zinsanlagen als auch am Aktienmarkt investiert, oder ob ein Fonds nur Anleihen im Bestand hat. Genau diese Unterscheidungen macht der BVI (Bundesverband Investment und Asset Management) in seiner Wertentwicklungsstatistik für Publikumsfonds. Darüber hinaus wird noch weiter nach verschiedenen Regionen aufgegliedert. Dabei kommt der BVI zu dem Ergebnis, dass Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Aktien Deutschland bei einer Einmalanlage über die vergangenen 30 Jahre durchschnittlich eine Rendite von 7,4% erzielten. Auch mit den bei Anlegern im derzeitigen Niedrigzinsumfeld beliebten Mischfonds war eine attraktive Rendite zu erzielen. Bei ausgewogenen Mischfonds mit der Ausrichtung Europa lag diese in den vergangen 30 Jahren bei durchschnittlich jährlich 6,0% (Stand: 28.02.2017).

Bei den angegebenen Wertentwicklungen handelt sich um Durchschnittswerte für die jeweilige Fondskategorie, dass heißt, es werden alle Fonds, also auch solche die sich sehr gut oder sehr schwach entwickelt haben, berücksichtigt. Damit wird ein realistisches Bild für die langfristigen Renditepotenziale von Fonds gezeichnet.

Auch für Sparpläne hat der BVI diese durchschnittliche Wertentwicklung für wichtige Fondskategorien betrachtet. Die Werte unterscheiden sich nicht deutlich von der Einmalanlage. Aktienfonds, die in Deutschland anlegen brachten es innerhalb der letzen 30 Jahre auf durchschnittlich 6,9% jährlich, Mischfonds, die im Euroraum investieren, erzielten im selben Zeitraum pro Jahr durchschnittlich eine Wertsteigerung von 5,3%. Bei allen Wertentwicklungen sind die laufenden Kosten der Fonds bereits abgezogen.

Die Statistik des BVI untermauert, dass jeder langfristig orientierte Anleger eine Beimischung von Fonds in Erwägung ziehen sollte. Natürlich sind die vergangenen Wertentwicklungen keine Garantie für die Zukunft. Aber mit der langfristigen Erwartung an die Wertentwicklung lassen sich die typischen Wertschwankungen besser durchstehen.

 

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